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Innenhof vor Stadtmarketing GmbH, Ausrichter 4. Rodelwochen in Witten mit Rutschsäcken, Schlitten und Rutschschalen: Christian Linder (Wohnungsgenossenschaft Witten-Ost), Johannes Einig (AHE), Christian Werner (SNL-Event, hinten v. l.), Thomas Schmidt, Dr. Silvia Nolte (beide Stadtmarketing) und Markus Borgiel (Stadtwerke Witten, vorne v. l.) - Foto: wab


Einen "mittleren fünfstelligen Betrag", sagt Thomas Schmidt vom Stadtmarketing, werden sich Veranstalter und Ausrichter die Rodelwochen kosten lassen, die Mitte Januar zum vierten Mal auf dem Hohenstein künstlich hereingeschneit kommen sollten, bei den absehbar anhaltend hohen Temperaturen aber verschoben werden mussten. Den Spaß an dem Spielschnee aus der Sprühkanone lassen sich die Organisatoren und Geldgeber davon aber nicht verderben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Einen amtlich bestätigten "Klimanotstand" fordern "rund 70 Schüler und Erwachsene", die fast gleichzeitig keine hundert Meter Luftlinie entfernt durch die Bahnhofstraße ziehen (WAZ, 10.1.2020). Die Januarumfrage, wie Wittener Grundlegendes in ihrer Stadt bewerten, hat in diesem Jahr die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusätzlich ganz oben auf der Liste.
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Fortsetzung Titel ...
Vermutbare Umweltsünden in der Stadt nicht angeprangert

Völlig verstecken können die Kunstschneemacher ihr schlechtes Gewissen nicht beim Gespräch an einem für die Jahreszeit durchschnittlich viel zu warmen und verregneten Januarmittag in den Räumen der Stadtmarketing Witten GmbH, die in Witten für Brot und Spiele zuständig zeichnet. Das Mantra Klimaschutz und Nachhaltigkeit umwölkt jeden zweiten Satz.

"Technisch erzeugter Schnee" bestehe wie jeder normale Schnee aus reinem Wasser ohne chemische Zusätze, sagt Christian Werner von der Wittener Verleihfirma SNL-EVENT (Motto: "Wir leben Events"), und die bis zu fünf Sprühkanonen, die eingesetzt werden sollen, produzierten mehr Schnee und verbrauchten weniger Strom als ältere Modelle. Selbstredend fließe der "ökologisch zertifiziert" aus den Steckdosen, sagt Markus Borgiel, Stadtwerke Witten, die die notwendige elektrische Power bereitstellen. Die Teller, Gabeln und Löffel an den Imbisswagen bestehen aus Maisstärke und werden nach Gebrauch separat gesammelt und energierückgewinnend verwertet, sagt Johannes Einig ("eine echte Kreislaufwirtschaft") von der Entsorgungsfirma AHE. Überhaupt seien plastikfreie Verpackungen bei allen städtisch organisierten Veranstaltungen inzwischen verbindlich, sagt Marketingchefin Dr. Silvia Nolte.

Wenn Bedenken wegen klima- oder umweltbelastender Folgen beständen, sagt Veranstaltungsorganisator Thomas Schmidt, beträfen die ohnehin weniger den Energieverbrauch als vielmehr das An- und Abströmen der Besucher, weshalb dringend erwünscht werde, zu Fuß zur Schneewiese am Bergerdenkmal zu kommen.

Demonstranten gegen eine verschwenderische und zerstörerische Abnutzung von Landschaft und Klima würden das vermutlich beherzigen, nur spielen bei den mittlerweile wenige Dutzend zählenden Wittener Freitagsfuturisten die Rodelwochen offensichtlich keinerlei Rolle beim geforderten Ausrufen eines Klimanotstands. Konkreter wurden auch andere vermutbare Umweltsünden in der Stadt nicht angeprangert.

Die Ergebnisse der Umfrage 2019 nach Grundlagen des Wittener Stadtlebens sind hier zusammengefasst. Beteiligungen an der Januarumfrage 2020 werden bis 31.1.2020 berücksichtigt:

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Lokalpolitische Energie-/Verkehrskonzepte gegen Klimawandel:
                                                 
Öffentlicher Finanzhaushalt:
                                                 
Attraktivität als Wirtschaftsstandort:
                                                 
Öffentlicher Nahverkehr:
                                                 
Attraktivität der Innenstadt:
                                                 
Wohn- und Lebensqualität:
                                                 
Lokalpolitische Gestaltungskraft/-kompetenz:
                                                 
Perspektiven im Städtevergleich:
                                                 

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